Schlafzimmer einrichten: Matratzenhöhe und Unterlage richtig abstimmen
Beim Einrichten des Schlafzimmers wird die Matratze oft zuletzt bedacht. Dabei entscheidet gerade ihre Höhe darüber, ob das Bett am Ende bequem ist oder nicht. Wer eine Matratze kauft, sollte zuerst das Bettgestell vermessen. Die lichte Höhe zwischen Bettrahmen und Oberkante der Matratze liegt bei den meisten Modellen zwischen 15 und 25 Zentimetern. Ist die Matratze zu dick, verschwindet der Rahmen optisch, und das Bett wirkt klobig. Ist sie zu dünn, sitzt man beim Aufstehen zu tief und belastet Knie und Rücken unnötig. Ein Blick auf die Einlegetiefe des Gestells verrät, wie viel Matratze überhaupt hineinpasst.
Die Unterlage bestimmt, wie sich die Matratze verhält. Ein Lattenrost mit flexiblen Leisten stützt die Matratze punktuell und verlängert ihre Lebensdauer, während ein starrer Rost den Komfort einer guten Matratze zunichtemacht. Wer unsicher ist, welcher Härtegrad und welches Material zum eigenen Schlafverhalten passen, findet bei raumundsinn.de eine ausführliche Einordnung zu Härtegrad, Material und Lattenrost. Wichtig ist, dass Matratze und Unterlage zusammenpassen: Eine zu weiche Matratze auf einem nachgiebigen Rost sackt durch, eine sehr feste Matratze auf einem harten Unterbau fühlt sich dagegen unnachgiebig an. Die Höhe des Lattenrosts wiederum beeinflusst, wie tief die Matratze im Rahmen liegt und wie hoch die Liegefläche insgesamt wird.
Für die passende Matratzenhöhe gibt es eine einfache Faustregel. Die Oberkante sollte etwa auf Höhe der Kniekehle liegen, wenn man vor dem Bett steht. Bei einer Körpergröße von 170 Zentimetern entspricht das einer Liegehöhe von rund 45 bis 50 Zentimetern, gemessen von der Bettkante bis zum Boden. Wer diese Höhe kennt, kann die Matratzenstärke leicht ableiten: Bettrahmen plus Lattenrost plus Matratze ergeben die Gesamthöhe. Ein niedriges Futonbett verlangt eine dünnere Matratze, ein hohes Gestell verträgt ein dickeres Modell. Auch das Gewicht spielt eine Rolle, denn schwere Matratzen brauchen einen stabilen Rahmen und einen Rost mit kräftigen Leisten.
Vor dem Kauf lohnt es sich, die eigenen Maße zu notieren und mit den Angaben des Herstellers abzugleichen. Viele Matratzen gibt es in mehreren Höhen, etwa 15, 20 oder 25 Zentimeter, bei gleichem Härtegrad. Wer bereits ein Bettgestell besitzt, sollte die Einlegetiefe messen und die Matratze danach auswählen. Passt die Höhe nicht, lässt sich das mit einer dünneren Auflage oder einem höheren Lattenrost ausgleichen. So entsteht ein Bett, das optisch stimmig ist und beim Aufstehen sowie Liegen angenehm bleibt.