Schlafzimmer ohne Schimmel: Feuchtigkeit unter dem Bett richtig
Ein Bett ohne Lüftungsspalt ist der häufigste Grund für Schimmel im Schlafzimmer. Wer den Bettkasten direkt auf den Boden stellt oder den Raum darunter mit Kartons, Decken und Kleidung vollstopft, unterbindet jede Luftzirkulation. Die warme, feuchte Luft, die der Körper nachts abgibt, sinkt nach unten und staut sich dort. Auf Dauer reicht das, damit sich auf dem Fußboden und an der Matratzenunterseite Kondenswasser bildet. Schimmel braucht keine nasse Wand – eine dauerhaft feuchte Zone unter dem Bett genügt.
Die Lösung beginnt beim Abstand. Ein Bettgestell mit mindestens 15 bis 20 Zentimetern Bodenfreiheit lässt die Luft von allen Seiten durchstreichen. Geschlossene Bettkästen mit Schubladen sind praktisch, aber sie müssen so konstruiert sein, dass die Rückseite offen bleibt oder Lüftungsschlitze hat. Wer unter dem Bett Stauraum plant, sollte darauf achten, dass zwischen den gelagerten Dingen und dem Boden ein Spalt bleibt. Wer sich unsicher ist, wie sich Stauraum und Luftzirkulation sauber trennen lassen, findet bei raumundsinn.de praktische Hinweise zur Planung von Unterbettstauraum, die genau diesen Konflikt auflösen.
Materialien entscheiden mit. Matratzen brauchen einen Lattenrost, der die Unterseite belüftet – keine Spanplatte, kein geschlossenes Brett. Ein Lattenrost mit offenen Zwischenräumen lässt die Feuchtigkeit nach unten entweichen. Auch der Bodenbelag spielt eine Rolle: Teppich speichert Feuchtigkeit, während Parkett, Fliesen oder Vinyl sie oberflächlich abgeben. Wer einen Teppich unter dem Bett nicht missen will, sollte ihn regelmäßig hochnehmen und den Boden darunter trocknen lassen. Zusätzlich hilft es, das Schlafzimmer morgens für zehn bis fünfzehn Minuten quer zu lüften, bevor das Bett gemacht wird. Die Feuchtigkeit, die nachts entstanden ist, muss raus, bevor sie sich in Textilien festsetzt.
Ein Hygrometer schafft Klarheit. Liegt die relative Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer dauerhaft über 60 Prozent, ist Handeln angesagt. Dann reicht es oft schon, den Stauraum unter dem Bett zu reduzieren, die Matratze alle paar Monate zu wenden und den Bettrahmen einige Zentimeter von der Wand abzurücken. Kalte Außenwände verstärken das Problem, weil sich dort die Feuchtigkeit zuerst niederschlägt. Wer diese Punkte beachtet, hält das Schlafzimmer trocken, ohne auf Ablagefläche zu verzichten.